Dienstag, 1. Juli 2008

07 Transport

Ein zentrales Thema ist der Transport. Es gibt viele Möglichkeiten. Jedoch sollte man die Beste auswählen. Man kann:

1. Zu Fuß
2. Per öffentlicher Verkehrsmittel
3. Per Taxi
4. Per Mietwagen

die Transporte durchführen. Für meinen Fall war das Taxi die beste Wahl. Ein Mietwagen wird in der Regel mehr stehen als Fahren. Außerdem sollte es dann ein Fahrzeug sein, dass das Ein- und Aussteigen problemlos erscheinen lässt. Diese Fahrzeuge sind in der Regel sehr teuer in der Miete. Taxis sind durchweg Fahrzeuge, die gehobenen Ansprüchen genügen. Meistens ist komfortables Ein- und Aussteigen möglich. Außerdem wird auch das Fahrerproblem gelöst. Den als Fahrer käme nur ich in Frage. Aber während der Fahrzeiten kann ich dann nicht wichtige Telefonate erledigen. Daher fiel die Wahl auf Taxis.

Sonntag, 29. Juni 2008

06 Unterkünfte

Die Wahl der Unterkünfte hatte sich in diesem speziellen Fall an folgenden Kriterien gerichtet:

1. Welche Art der Unterkunft ist gewünscht?
2. Wo muss die Unterkunft liegen?
3. Wie viele Betten und Zimmer werden benötigt?
4. Welche Konditionen sind durch den Patienten akzeptabel?

Hierzu sollte man auch das Internet nutzen. Es gibt viele Hotels, die ihre Preise ins Internet stellen. Für mich war es wichtig, mindestens vier Hotels zu finden, deren Preise dem Patienten entsprechen. Es war mir auch wichtig, Hotels auszusuchen, die in unmittelbarer Nähe einen potentiellen Ansprechpartner haben. Insbesondere bei den Ärzten bzw. Krankenhäusern war mir das wichtig. Auch hier hat mir Google Maps die Arbeit sehr erleichtert.

Dienstag, 24. Juni 2008

05 Kontaktformular

Für jeden Ansprechpartner habe ich ein DIN A5 Papier vorbereitet. Darauf habe ich die Kontaktdaten aufgeschrieben und auf der Rückseite eine Gesprächnotiz geführt. Es ist insbesondere dann von Vorteil, wenn man die Ansprechpartner nochmal spricht oder trifft. Denn die Vorbereitung ist in jedem Fall wichtig.

Später sollte man alle Kontake so sortieren, dass die nicht mehr benötigten Kontakte ganz hinten sind und die benötigten Kontakte ganz vorne. Mit einer Tabellenkalkulation kann man eine Kontakteliste erstellen.

Donnerstag, 19. Juni 2008

04 Recherche Ansprechpartner

Es gibt eine Vielzahl von Ansprechpartnern, die benötigt werden, um die Prothese zu bekommen und das Problem des Patienten zu lösen. Das Internet bietet sehr viele Möglichkeiten. Insbesondere sind folgende Ansprechpartner wichtig:

- Ärzte und Orthopäden
- Hersteller von Prothesen
- Krankenhäuser mit einer orthopädischen Station
- Dolmetscher
- Rehabilitationseinrichtungen

Alle diese Ansprechpartner zu finden ist in der Regel kein Problem. Jedoch sollten die Ansprechpartner so gewählt werden, dass das Problem schnell und einwandfrei gelöst werden kann. Daher hierzu meine Tipps:

1. Die Recherche sollte stets im Internet erfolgen
2. Es gibt verschiedene Seiten, die sich neben Suchmaschinen zur Recherche anbieten
3. Die Entfernungen zwischen den verschiedenen Ansprechpartnern sollten weitestgehend gering sein, um an einem Tag zwei, vielleicht sogar drei Termine wahrzunehmen
4. Man sollte den Patienten fragen, ob er bestimmte Anforderungen an die Ansprechpartner hat

Als besonders wertvoll erweist sich die Seite http://maps.google.de . Mit dieser Seite kann man eine Routenplanung durchführen und auch in etwa den Wegezeitbedarf ermitteln. Dann kann man wissen, wie lange es dauert.

Hat man die Ansprechpartner herausgesucht, sollte man telefonisch die Situation kurz schildern. Dazu sollten mindestens vier Ansprechpartner pro Bereich gefunden werden. Es könnte sein, dass der eine oder andere kein Interesse hat. Ich habe insgesamt 50 Ansprechpartner angerufen. Davon haben 35 Interesse gezeigt und 22 ein Angebot abgegeben.

Der Teil der Recherche raubt die meiste Zeit. Diese Zeit sollte man auch dokumentieren, da der Patient auch merken soll, dass hier sehr viel Zeit investiert werden muss. Mein Rechercheaufwand einschließlich Telefonaten belief sich auf ca. 30 Minuten von Ansprechpartner. Ich war drei Tage damit beschäftigt.

03 Patientenangaben

Dieser Punkt ist zentral uns besonders wichtig. Ich habe in meinem Projektordner in diesem Bereich alles eingeordnet, welche Angaben vom Patienten nötig sind. Dazu gehören folgende Angaben:

1. Persönliche Angaben
- Vor- und Nachname
- Geschlecht
- Geburtsdatum und -ort
- Anschrift
- Beruf
- Telefon (insbesondere Mobiltelefon!), Fax und E-Mail
- Ansprechpartner falls etwas unvorhergesehenes passiert

Zu diesen Abgaben sollte noch von allen Ausweispapieren eine Fotokopie gezogen werden. Das wird dann hilfreich, wenn man eine Angabe vergessen hat oder ein Dokument vorzulegen hat und der Patient nicht da ist. Man sollte jedoch hierbei nicht übertreiben und nur die wichtigsten Informationen aufnehmen.

2. Angaben zur Krankheit
- Welches Körperteil ist betroffen?
- Wieviele Prothesen werden benötigt?
- Gibt es Bilder?
- Gibt es ein Attest?
- Wurde eine Operation durchgeführt?
- Wann wurde die Operation durchgeführt?
- Gibt es ein Befund?
- Wo, in welchem Krankenhaus und von welchem Arzt wurde die Opeation durchgeführt?
- Gibt es einen Hausarzt oder einen Arzt des Vertrauens?

In diesem Bereich sollten die Daten so detailliert wie möglich sein. Denn nur dann können die Anfragen gemacht werden und die Möglichkeiten erörtert werden. Jedes Dokument, dass man erhält, sollte auch in Deutsch übersetzt vorliegen. Falls das nicht so ist, dann sollten Befunde und Atteste übersetzt werden. Der Patient sollte dieser Übersetzung einwilligen und auch die Kosten eines Dolmetschers müssen klar sein.

3. Finanzen und Termine
- Welcher finanzielle Rahmen ist vorhanden?
- Kann der finanzielle Rahmen bewiesen werden?
- Wie viel Zeit hat der Patient?
- Gibt es Visumbeschränkungen?

Dieser Punkt ist sehr wichtig. Kein Patient aus dem Ausland wird in eine Krankenversicherung in Deutschland haben. Daher sollten den Ansprechpartnern auch gezeigt werden, dass eine Finanzierung der Prothese vorhanden ist. Auch die Termine sind wichtig. Den groben Rahmen bildet ein Visum. Es sollte daher ein Terminplan erstellt werden, wo die Visumdauer eingetragen ist. Falls diese Information fehlt, kann es dazu kommen, dass der Patient sich illegal in Deutschland aufhält oder die Prothese nicht rechtzeitig fertig wird, weil alle denken, es gebe noch genug Zeit.

Die oben gemachten Angaben sollten, um Zeit zu sparen, bereits vor der Ankunft des Patienten vorliegen. Weil die Übersetzungen viel Zeit beanspruchen könnten, ist dieses ratsam.

02 Organisation

Ich möchte als erstes damit beginnen, wie sich die ganze Geschichte entwickelt hat:

Ein Bekannter von mir hat mich gefragt, ob ich ihm bei der Lösung seines Prothesenproblems helfen kann. Da ich gerade Zeit hatte und mir die Thematik in keiner Weise komplziert erschien, habe ich ihm zugesagt. Rückblickend stelle ich jedoch fest, dass es einer gewissen Organisation bedarf. Dieses Organition werde ich hier vorstellen. Ich gebe einen Überblick und werde auf die einzelnen Punkte vertieft eingehen.

1. Patientenangaben
2. Recherche Ansprechpartner
3. Unterkunft und Transport
4. Termine und Kosten
5. Auftragsvergabe

Diese Punkte hatte ich mir in dieser Reihenfolge auch aufgeschrieben. Obwohl die Auflistung komplett ist, stellt jeder Punkt ein eigenes Paket dar. Ich habe das erst gemerkt, als es zur Terminplanung kam. Daher habe ich einen Projektordner angelegt, in dem das ganze Wissen gesammelt wurde.

Mittwoch, 18. Juni 2008

01 Einführung – Das Problem

Ich komme aus Afrika. Aus dem Herzen Afrikas: aus dem Tschad. In meiner Heimat gibt es zahlreiche Konflikte und Auseinandersetzungen. Dadurch erleiden viele Menschen Probleme. In meiner Familie gab es auch einen Fall von Leiden: Einem Cousin wurde während einer kriegerischen Auseinandersetzung ein Arm so verletzt, dass er später amputiert werden musste. Er sprach mich an, um ihm in Europa behandeln zu lassen und eine Prothese zu besorgen.

Ich möchte dieses Blog nutzen, um den Menschen in Afrika zu zeigen, welche Dinge zu beachten sind, um reibungslos zum Ziel zu kommen: Eine funktionierende Prothese.

Diese Seiten sind auf Deutsch und später auch auf Französisch verfasst, um möglichst eine breite Gruppe Hilfesuchender zu erreichen.